Entstehung und Aufgaben



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Entstehung und Aufgaben des AK-SDW

Der AK-SDW-Schwaben wurde im Jahr 2001 vom damaligen Regierungsschuldirektor W. Zinser von der Regierung von Schwaben (RvS) eingerichtet. Ziel des AK war es, Impulse für die bayernweit im Entstehen begriffenen Sonderpädagogischen Diagnose- und Werkstattklassen (SDW) zu erarbeiten.

In einer ersten Phase von 2001 bis 2005 ging es vor allem darum, konzeptionelle Beiträge zur Etablierung der SDW zu leisten. Der erste Auftrag war das Erstellen eines einheitlichen Gutachtens. So wurde das für den Regierungsbezirk Schwaben gültige "Gutachten nach § 18/2 SVSO" (jetzt: 15/2 VSO-F) und ein Förderplan für die 7. Jahrgangsstufen entwickelt. Darüber hinaus reformierte der AK-SDW-Schwaben die außerschulische Praxis am SFZ ebenso wie die theoretische Berufs(wahl)vorbereitung. Für die Förderzentren wurde das Amt des "SDW-Koordinators" als Ansprechpartner und Multiplikator eingeführt. Damit notwendige Informationen und wichtiges Arbeitsmaterial den Weg zu den in der SDW tätigen Lehrkräften finden, führte der AK-SDW-Schwaben die 3plus-Ordner ein, die an jeder Schule angelegt werden sollten. Schließlich wurden durch die Impulse des AK-SDW-Schwaben die Fachlehrer am SFZ verstärkt in die SDW eingebunden. Der BeFit-Test (Berufsfitnesstest) wurde als abschließende Leistungsfeststellung für die 9. Jahrgangsstufen der schwäbischen Förderzentren mit verbindlichen Standards eingeführt.

Zeitgleich zu diesen Entwicklungen entstand am ISB in München ein neuer Lehrplan für die Bereiche BLO-Praxis und BLO-Theorie der SDW. In der zuständigen Lehrplankommission waren mit K. Bernegger und W. Paul zwei Mitglieder des AK-SDW-Schwaben vertreten. Somit war es möglich, dass viele Ideen des AK-SDW-Schwaben Eingang in den derzeit gültigen BLO-Lehrplan für die bayerischen SFZ´s finden konnten.

Vielfalt der Aufgaben heute im Überblick:

1. Fortbildungen für

  • Neueinsteiger in SDW
  • SDW-Lehrer 7 – 9
  • SDW-Fachlehrer
  • SDW-Koordinatoren
  • Seminare und Schulleiter 

2. Vermittlung der SDW-Standards

3. Weiterentwicklung des SDW-Konzepts

4. Erarbeitung des Konzepts „Lebensorientierung“

5. Erstellung von Praxishilfen in BLO-T und BLO-P

  • BeFit-Tests erstellen und koordinieren
  • Projekte und Stundenbilder
  • BLO-Tag, Praktikum
  • Methoden- und Sozialkompetenz
  • 3plus-Ordner-System weiterentwickeln
  • SDW-Diagnostik
  • Beispiele für GtP und HsP

6. Organisationshilfen

7. Teamentwicklung und Konfliktmanagement

8. Vernetzung der SDW-Koordinatoren

9. Evaluation und Qualitätssicherung

10. Vertretung nach außen

11. Schnittstelle/ Zusammenarbeit mit Förderberufsschulen

12. Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Arbeit

13. Vernetzung mit weiteren wichtigen Institutionen wie HWK, IHK, Integrationsfachdiensten,…

14. Kontakt zur ISB-Lehrplankommission

 

In der aktuellen Phase geht es nunmehr darum, auf einer mehr praxisorientierten Ebene weiterzuarbeiten und die Konzepte umzusetzen. Die aktuellen Aufgaben des AK-SDW-Schwaben sind im einzelnen

  • die gültigen SDW-Standards den schwäbischen Lehrkräften der SDW zu vermitteln bzw. diese Standards weiter zu entwickeln,
  • brauchbare Praxis- und Organisationshilfen für den Unterricht, die außerschulische Praxis und den BeFit-Test zu erarbeiten und
  • durch Evaluation und Qualitätssicherung die Anfangserfolge der SDW kontinuierlich auszubauen.

 

Wie kann der AK-SDW-Schwaben dies erreichen? Zum einen werden die Fortbildungen, die der AK in den letzten Jahren im Auftrag der RvS gestaltet hat, auch weiterhin durchgeführt. Zum anderen sollen die auf der Homepage veröffentlichten Praxishilfen die in der SDW tätigen Lehrkräfte unterstützen.

 

September 2006

J. Mönninghoff
R. Neumann

 

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